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Welcher Hund passt zu mir?

 



Verschiedene Gründe für einen neuen Hund im Detail:


Gesundheit und Fitness:

  • Hunde fördern einen aktiveren Lebensstil, tägliche Spaziergänge

    bei jedem Wetter stärken das Herz-Kreislauf- und das Immunsystem.


Psychische Gesundheit: 

  • Die Bindung an einen Hund reduziert Stress, wirkt beruhigend und kann

    Depressionen lindern.


Gegen Einsamkeit:

  • Hunde leisten Gesellschaft, fungieren als treue Begleiter und können die

Stimmung verbessern.



Soziale Kontakte: 

  • Hunde wirken als soziale Magneten im Alltag.


Verantwortung und Struktur: 

  • Ein Hund bringt eine feste Struktur in den Tagesablauf und fördert

    das Verantwortungsbewusstsein.


Rettung aus dem Tierschutz: 

  • Viele Menschen möchten einem Hund aus dem Tierheim ein besseres Leben und ein neues Zuhause ermöglichen.


Freude und Persönlichkeitsentwicklung: 

  • Ein Hund kann das Selbstbewusstsein stärken und bringt positive Emotionen in den Alltag.

 


Jedes Haustier verdient ein liebevolles Zuhause.

Ein neuer Hund bereichert das Leben durch gesteigerte körperliche Aktivität, verbesserte psychische Gesundheit (weniger Einsamkeit, Stressabbau durch Oxytocin) und soziale Kontakte, der Wunsch nach einem treuen Begleiter, der Aufbau von Verantwortungsbewusstsein, sowie den Wunsch, einem Tierschutzhund ein neues Zuhause

zu schenken.

 

Wichtige Überlegungen vor dem Kauf:

Das Erste, was du bedenken solltest, ist, ob ein Hund in dein Leben passt.

Ein Hund wird dich, hoffentlich viele Jahre begleiten


Vor der Entscheidung sollten Faktoren wie Zeit, finanzielle Mittel,

Wohnsituation (Hundehaltung erlaubt?), sowie die passende Rasse und Grösse berücksichtigt werden.



Ratgeber für angehende Hundehalter:


 Wie stark beansprucht mein Beruf meine Zeit?

  • Bin ich durch meinen Beruf stark ausgelastet? Arbeite ich in unregelmäßigen Schichten?

  • Erfordert mein Beruf Abwesenheit wie Dienstreisen?

  • Können diese Abwesenheiten durch zuverlässige Hundesitter oder die Familie abgedeckt werden?

  • Habe ich ausreichend Zeit, um täglich spazieren zu gehen?

    Dies bedeutet für den Hund nicht nur Bewegung und Erkunden der Umwelt, sondern auch gemeinsame Zeit mit seinem Menschen.


Wo oder wie wohne ich? Ländlich oder städtisch? Haus mit Garten? Wohnung ohne Aufzug?

  • Habe ich Zugang zu Landwirtschaftswegen, Wäldern, Grünflächen oder Hundeauslaufgebieten?

  • Selbst ein grosser Garten kann einen gemeinsamen Spaziergang nicht ersetzen.

  • Die tägliche Runde um den Häuserblock reicht einem Hund nicht aus.


Verbringe ich den Großteil des Tages ausser Haus?

  • Kannst du viel gemeinsam mit dem Hund unternehmen?

  • Passen deine Freizeitaktivitäten zu den Bedürfnissen eines Hundes?

  • Wäre der Hund in dieser Zeit allein oder kannst du ihn mitnehmen?


Wie gestalte ich meine Urlaubsaktivitäten?

  • Hunde reisen am liebsten mit dir und deiner Familie.

  • Einige Länder sind für bestimmte Hunderassen ungeeignet.

  • Rassenbestimmungen im Zielland: Dürfen Hunde eingeführt werden?

  • Falls ja, welche Bedingungen, Impfungen etc. sind erforderlich?

  • Falls nein, bist du bereit, einen Kompromiss einzugehen?


Welpe vom Züchter oder Tierschutzhund?

  • Der süsse Welpe, in den man sich schnell verliebt, wird bald zu einem

    ausgewachsenen Tier.

  • Bei Hundezüchtern sollte man darauf achten, dass sie verantwortungsvoll agieren.

  • Tiere oder Notfälle aus der Familie, dem Freundeskreis oder der Nachbarschaft freuen sich ebenso auf ein liebevolles Zuhause.

  • Die Adoption eines Tierschutzhundes, der im Tierheim wartet, rettet Leben, gibt einem oft traumatisierten Tier eine zweite Chance und bekämpft den illegalen Welpenhandel.


Augen auf beim Welpenkauf:

Falls du dich dennoch für einen Rassewelpen entscheidest, vermeide bitte Internetkäufe, denn:

§     Viele Welpen stammen aus Massenzuchtanlagen in Osteuropa.

§     Welpen werden oft mit falschen Angaben angeboten.

§     Einige der Welpen sind ungeimpft und haben meist keine oder gefälschte Impfpässe.

§     Welpen werden häufig zu früh von der Mutter getrennt, was zu körperlichen und geistigen Defiziten führt.

§     Mitleidskäufe sind das Geschäftsmodell unseriöser Händler.

 

Rassehund oder Mischling?

  • Man sollte vor der Wahl des Hundes seinen einzigartigen Charakter kennenlernen und abklären, ob dieser mit seinen Gewohnheiten gut ins persönliche Umfeld passt.

  • Generell sind das Temperament, Aussehen und die Erbkrankheiten eines reinrassigen Hundes einfacher vorherzusagen als bei einem Mischling


Der Rassenhund:

Von der Anschaffung eines Rassehundes aus einer Extremzucht sollte man grundsätzlich Abstand nehmen. Jede Zucht, die auf eine starke Veränderung des natürlichen Aussehens oder Verhaltens eines Tieres abzielt, wirkt sich negativ auf dessen Gesamtbefinden aus.

 

Gross oder klein?

  • Die Grösse eines Hundes sagt nichts über den erforderlichen Zeitaufwand für seine Haltung aus. Ein grosser Hund muss nicht unbedingt mehr Bewegungsdrang haben als ein kleiner.

  • Kleine Hunde sind handlicher, kostengünstiger, haben oft eine längere Lebenserwartung, eignen sich gut für Wohnungen und sind leichter zu transportieren.

  • Wie viel Platz kann ich dem Hund bieten, habe ich ein ausreichend großes Fahrzeug?

  • Kann ich den Hund halten, wenn es kritisch wird?

  • Sind die Futterkosten finanziell tragbar? Grosse Hunde verzehren kiloweise Futter, während kleine Hunde mit einer Handvoll zufrieden sind.

  • Tierarztkosten sind bei grossen Hunden deutlich höher, da sie eine höhere Medikamentendosis benötigen als kleine Hunde.


Lang- oder Kurzhaar?

  • Die Entscheidung hängt davon ab, wie viel Pflegeaufwand Du möchtest.

  • Langhaarhunde benötigen tägliches Bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden, sind jedoch kälteresistenter als kurzhaarige Hunde.

  • Kurzhaarhunde sind pflegeleichter, haaren jedoch oft das ganze Jahr über, wobei sich die kurzen Haare schwer aus Textilien entfernen lassen und sie frieren eher.

  • Kraushaarige Hunde zeichnen sich durch lockiges, welliges oder dichtes, krauses Fell aus, das oft wenig haart und daher für Allergiker geeignet sein kann; dafür benötigen sie regelmäßig einen Haarschnitt.


Rüde oder Hündin?

  • Hündinnen gelten oft als anhänglicher, leichter erziehbar und sanfter, werden jedoch 1–2 mal jährlich läufig.

  • Eine These ist, dass Hündinnen generell leichter zu erziehen wären. Aus meiner Erfahrung als Hundetrainerin kann ich diese These klar widerlegen.

  • Rüden sind meist größer, kräftiger, oft selbstbewusster und haben einen stärkeren Wachtrieb.

  • Männliche Hunde markieren, zeigen bei Annäherung potenzieller Konkurrenten auch mal Imponierverhalten und eine allgemein sehr präsente Körperhaltung.


Welche Rasse darfs denn sein?

Es sollte nicht übersehen werden, dass jeder Hund ein Individuum ist und sein Verhalten vom typischen Durchschnitt abweichen kann.

  • Unabhängig von der Rasse ist es stets wichtig, gründlich zu recherchieren und sich über die Herkunft, den Hintergrund, die Genetik und die Eigenschaften des Hundes zu informieren.

  • Einige Rassen kommen nicht gut in Apartments zurecht oder vertragen sich nicht mit anderen Haustieren. Manche benötigen besonders viel Gesellschaft, andere haben einen angeborenen Hüteinstinkt, und wieder andere brauchen viel Motivation.

  • Neben der Genetik sind vor allem die Erfahrungen aufgrund des Umfelds, in dem der Hund aufgewachsen ist und in dem er als erwachsenes Tier lebt, von Bedeutung.

 

Es wäre wünschenswert, wenn neue Hundebesitzer die Genetik und das Verhalten der gewählten Rasse beachten würden, anstatt den Hund nach dem „jöö“ Effekt auszuwählen.

 

Egal, wie du dich entscheidest – deine Erziehung wird entscheidend sein und du wirst einen wunderbaren vierbeinigen Freund gewinnen.

 


Der Hund zieht ein:


 Kennenlernen und erste Regeln

  • Nach einigen Tagen fühlt sich dein Hund sicherer und beginnt, seine neue Umgebung zu erkunden.

  • Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um erste Regeln und Routinen festzulegen.

  • Starte mit dem Training. Zeige deinem Hund, was erlaubt ist und was nicht.

  • Durch Management kann unerwünschtes Verhalten von vornherein vermieden werden.

  • Mache beispielsweise Räume, die dein Hund zukünftig nicht betreten soll, anfangs durch ein Gitter unzugänglich.

  • Zeige deinem Hund, welche Verhaltensweisen sich lohnen und belohne diese.

  • Achte darauf, deinen Hund nicht zu überfordern und führe ihn langsam und schrittweise an neue Situationen heran.

  z.B. im Körbchen liegen, während die Menschen am Esstisch sitzen, dies erreichst du durch kleinschrittiges Training auf Basis positiver Verstärkung.

  • Wenn Kinder im Haushalt sind, ist es besonders wichtig, dass sie den Hund nicht überfordern und ihn nicht als Spielzeug betrachten.

 

Zusammenleben von Hund und Kind

Immer wieder ereignen sich Bissvorfälle zwischen Hunden und Kindern.

  • Diese Situationen führen häufig dazu, dass der Hund abgegeben werden muss.

  • Kinder überfordern den Hund unabsichtlich durch ihr lebhaftes Verhalten.

  • Die warnenden Signale des Hundes, wie z.B. das Knurren, werden oft nicht bemerkt oder missverstanden.

 

Liebe Eltern, bringt euren Kindern den richtigen Umgang mit dem Hund bei und legt bestimmte Regeln fest. Der Hund sollte zum Beispiel beim Fressen nicht gestört werden und braucht einen Rückzugsort, der ihm jederzeit zur Verfügung steht.

 

Als Trainerin ist es für mich wichtig zu betonen, dass Kinder niemals unbeaufsichtigt mit Hunden allein sein sollten.

  

Der Hund lebt sich ein:

In den ersten Monaten wird eure Beziehung gefestigt, und dein Hund beginnt, dir zu vertrauen.

Er wird sich allmählich an euren Alltag gewöhnen und seine Persönlichkeit entwickeln.

Nutze diese Zeit, um eure Bindung zu vertiefen und gemeinsam neue Erlebnisse zu machen.

Lerne deinen Hund kennen und beobachte, wie er auf deine Emotionen reagiert.

z.B. Bist du ungeduldig bist, wird auch er unruhig.



Wie viele Emotionen verträgt mein Hund?


Dein Hund ist ein emotionaler Schwamm: 

  • Er kann deine Gefühle nicht nur wahrnehmen, sondern spiegelt Dich oft wieder,

    was als emotionale Ansteckung (Interspecies Emotional Contagion) bezeichnet wird.

  • Er „verträgt“ deine Emotionen am besten, wenn Du vorhersehbar bist, im

    inneren Gleichgewicht und in Wechselbad der Gefühle.


 

Hier sind die wichtigsten Punkte, wie dein Hund auf deine Gefühlswelt reagiert:

Emotionale Ansteckung

  • Hunde haben eine natürliche Fähigkeit zur Empathie.

  • Ist man gestresst, erhöht sich häufig auch der Cortisolspiegel des Hundes.

  • Insbesondere bei einer starken Bindung passen sich eure Stresslevel

    über längere Zeiträume einander an.


Reaktion auf Mimik und Stimme

  • Dein Hund beobachtet dich aufmerksam:

  • Schon das Ansehen von wütenden oder fröhlichen Gesichtern beeinflusst die

    Stabilität und das Verhalten von Hunden.

  • Wütende Stimmen können Hunde verunsichern oder sogar physisch „ins Wanken“

    bringen.

  • Liebevolle Worte und eine hohe „Hundestimme“ führen bei beiden zur Ausschüttung des

  • Glückshormons Oxytocin. 


Grenzen der Belastbarkeit

  • Hunde können kurzfristige emotionale Schwankungen gut verkraften, aber anhaltende Negativität kann sie belasten:

  • Stehst du ständig unter Stress, kann dein Hund Verhaltensprobleme oder psychosomatische Beschwerden entwickeln.

  • In emotional aufgewühlten Situationen verlierst du oft deine klare Führung.

    Das verunsichert den Hund, da er nicht mehr weiß, woran er bei dir ist.

 

Tipps für den Alltag

Versuche nicht, starke Gefühle mühevoll zu verbergen; dein Hund nimmt sie ohnehin wahr. Wenn du bemerkst, dass deine Emotionen hochkochen, gönne deinem Hund (und dir) eine Auszeit, in der er nicht deine volle Aufmerksamkeit ertragen muss.

Ein gut erzogener Hund mit hoher Frustrationstoleranz kommt auch mit deinen schlechten Tagen besser zurecht.

 

Jeder Hund ist ein Individuum und benötigt unterschiedlich viel Zeit, um sich in seinem neuen Zuhause einzuleben. Einige Hunde sind bereits nach wenigen Wochen gut integriert, während andere Monate oder sogar Jahre brauchen, um sich vollständig einzufinden.

 

Geduld und Verständnis sind der Schlüssel

  • Sei geduldig mit deinem neuen Hund und akzeptiere, dass es zu Rückschritten kommen kann.

  • Gib ihm die nötige Zeit, um sich einzugewöhnen und Vertrauen zu dir zu fassen.

  • Beobachte ihn aufmerksam und passe dein Training sowie deine Erwartungen an seine individuellen Bedürfnisse an.

  • Ein Hund wird selbstsicherer und ausgeglichener, wenn er an verschiedene, kontrollierte Erlebnisse herangeführt wird.

  • Nutze dies, um seine Widerstandsfähigkeit zu stärken, Ängste abzubauen und positives Verhalten in der frühen Entwicklung oder während Umschulungsphasen zu fördern.

 

Setze deinen Hund zum Beispiel folgenden Reizen aus:

  • Unterschiedliche Oberflächen: Gras, Teppich, Kies, Hartholz, Sand, Beton, Fliesen

  • Personen: Männer, Frauen, Kinder, ältere Menschen, Hüte, Uniformen usw.

  • Variationen von Geräuschen: Verkehrslärm, Staubsauger, Türklingeln, Klatschen, Hundegebell, Alarme

  • Andere Umgebungen: Parks, Wohngebiete, Trainingszentren, Tierhandlungen usw.

  • Praktische Erfahrungen: Ohren berühren, Pfoten halten, Bürsten, Anlegen des Geschirrs

  • Hindernisse oder Objekte: Treppen, Rampen, Kisten, Tunnel, Tore

  • Andere Tiere oder kontrollierte Hundeinteraktionen

 

Diese methodische Vorgehensweise stärkt das Selbstvertrauen des Hundes, ohne ihn zu überfordern, vor allem in empfindlichen Entwicklungsphasen.

 

Wenn du diese Regeln befolgst, hilft das Deinem Hund:

  • Selbstsicherheit in neuen Umgebungen entwickeln

  • Verhalten, das auf Angst basiert, verringern

  • Fähigkeiten zur Anpassung und Problemlösung steigern

  • Soziale Fähigkeiten im Umgang mit Menschen und Tieren fördern

 

Hunde lernen am effektivsten durch positive und wiederholte Erlebnisse. Die genannten Regeln sorgen dafür, dass Ihr Hund neue Dinge kontrolliert und schrittweise erfährt, anstatt in Situationen zu geraten, die Angst oder übermäßige Reaktionen hervorrufen könnten. 

Sie unterstützen ebenfalls das Training von Welpen und die Rehabilitation geretteter Hunde, indem sie Angstzustände verhindern und gleichzeitig eine gesunde Neugierde anregen.

 

Anwendungsbeispiele für Du zuhause:

Es ist nicht notwendig, alle Kategorien innerhalb einer Woche abzuschließen.

Langsames, kontinuierliches Fortschreiten ist das Ziel.

So gehst du vor:

  • Führe täglich ein oder zwei neue Artikel ein.

  • Die Sitzungen sollten kurz, positiv und lohnend sein.

  • Lass deinen Hund die Umgebung in seinem eigenen Tempo erkunden.

  • Vermeide erzwungene Interaktionen – Vertrauen entsteht auf natürliche Weise.

 

Abschlussbetrachtung der Übungen

Diese Regeln sind ein effektives Mittel, um einen ausgeglichenen und selbstbewussten Hund zu erziehen – unabhängig davon, ob Du einen Welpen großziehen möchtest oder einem Hund aus dem Tierschutz hilfst, sich in einem neuen Leben zurechtzufinden. Dein Hund wird dadurch anpassungsfähiger, sozialer und besser auf Alltagssituationen vorbereitet.

Diese einfachen Maßnahmen sind für jeden Hund anwendbar, unabhängig von Rasse, Größe

und Alter.

 

Falls du Hilfe bei der Eingewöhnung deines Adoptionshundes brauchst, unterstütze ich euch gerne. Mein maßgeschneidertes Coaching in der Umgebung von Regensdorf kann dabei helfen, deinen Hund besser zu verstehen und eine harmonische Beziehung zu entwickeln. Gemeinsam werden wir die neuen Herausforderungen bewältigen.

 
 
 

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